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Gesundheit

Der Mops ist eine relativ gesunde Rasse, die entgegen der vorherrschenden Meinung trotz des aussergewöhnlichen Aussehens wenige Probleme hat. Allerdings spielen Aufzucht, Umwelteinflüsse, Futter, Impfprophylaxe und auch Ernährung und Bewegung, besonders im ersten Lebensjahr  eine große Rolle dabei, ob der Mops gesund bleibt. Es gibt jedoch einige Dinge, die zu beachten sind, denn viele Erkrankungen sind multifaktoriell polygen vererblich. Auf Deutsch, sie sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein gutes Beispiel ist das Gewicht, es hängt ab von Vererbung, Ernährung und Bewegung. Ähnlich ist es auch mit HD und PL.  Der Mops gehört zu den brachyzephalen Rassen. Brachyzephalie ist die Rundköpfigkeit, wie z.B. auch beim Boxer, der französischen und englischen Bulldogge. Wenn Sie der Meinung sind, dass diese Rassen trotz strengster Zuchtauslese, die z.B. auch wir betreiben, Probleme hat, mit denen der Hund und Sie nicht leben können, sollten Sie sich von diesen brachyzephalen Rassen distanzieren. Die Tendenz mit Mixen und dem Slogan "Neu, MIX, GESUND" halten wir für keine Lösung, denn das sind dann eben KEINE Möpse. Zudem muss man bedenken, dass viele dieser Welpen gezüchtet werden zum VErkauf und zwar für recht hohe Preise und das ohne Auflagen etc. Nicht selten rufen hier verzweifelte Käufer an, die "ihren" Züchter nichtmehr greifen können, da diese plötzlich nichtmehr erreichbar ist und der ihnen so viel versprochen hat.

Wir züchten nur mit nachweislich gesunden Elterntieren, aber das bedeutet keine Garantie in Bezug auf die Gesundheit ALLER nachgezogenen Welpen. Heute wünschen sich die Käufer einen perfekten und lebenslang gesunden Hund, das ist verständlich und das wünschen wir uns auch, aber eine Garantie dafür kann niemand geben. Ein gesundes Elternpaar bei uns Menschen ist auch keine Garantie für gesunde Kinder, das sieht jeder ein, in der Tier-, hier Hundezucht, ist es nicht anders.

Sie sollten bei Möpsen folgende Aspekte berücksichtigen:

  1. Manche Möpse haben sehr große Augen. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen erhöht. Meist können diese durch Gabe von Salbe in das Auge in relativ kurzer Zeit wieder geheilt werden. Solch eine Verletzung sollte aber nie unbehandelt bleiben. Hier ist ein Besuch beim Tierarzt erforderlich. Es darf niemals cortisonhaltige Salbe in ein verletztes Auge gegeben werden. Dies könnte zum Verlust des Auges führen !
  2. Helle Hunde sind anfälliger für Hautprobleme. Manche Möpse reagieren auf Hitze mit Pickeln oder Ausschlag. Auch starker Stress kann ein Auslöser sein. Im Wachstum haben viele Möpse regelrechte Pubertätspickel, die aber meist von allein wieder verschwinden.Auch bei den Möpsen gibt es Hautprobleme ausgelöst durch die Demodexmilbe. Nach neuen Erkenntnissen ist die lokalisierte Form weitgehend ungefährlich und heilbar, die generalisierte jedoch ist sehr problematische. Hunde, die generalisierte Demodikose oder häufiger damit befallene Nachzuchten hatten, sollten von der Zucht ausgeschlossen werden.Es gibt aber keine fundierten Kenntnisse über die Häufung der Krankheit bei der Nachzucht. Man vermutet jedoch einen Fehler im Immunsystem (in einer T-Zelle) als Auslöser.Der hohe Risikofaktor erfordert m.E. hier Vorbeugung. Manche Hunde entwickeln im  Laufe ihres Lebens Allergien. Oft ist hier das Futter eine Ursache.
  3. Kleinhunde haben manchmal Probleme mit lose sitzenden Kniescheiben.Patella Luxation kann dazu führen, dass die Kniescheibe immer wieder "herausspringt" und dem Hund Schmerzen bereitet. Zuchthunde sollten, auch wenn es der jeweilige Zuchtverband nicht immer vorschreibt vor dem Zuchteinsatz dahingehend untersucht werden.Gerade bei den Möpsen leben oftmals an PL erkrankte Hunde ohne Probleme bis ins hohe Alter beschwerdefrei, sinnvollerweise ist dennoch ein Zuchteinsatz bei positiver Diagnose nicht erlaubt.
  4. Möpse sind hitzeempfindlich, wie alle kurzschnäuzigen Rassen. D.h. keine großen Anstrengungen bei hohen Temperaturen. Ebenso empfindlich reagieren sie auf Kälte. Deshalb ist ein Mops für die Haltung im Freien absolut ungeeignet.
  5. Möpse überschätzen sich! Manche würden von Tischen und Bänken springen, manche gehen auf große Hunde zu, als seien sie ebenso groß und stark. Sie zeigen selten Schmerz und sind nicht wehleidig. D.h. man muss seinen Hund genau kennen, um zu sehen, wenn es ihm nicht gut geht.
  6. Möpse verlieren manchmal relativ früh die kleinen Schneidezähne (zwischen den Fangzähnen, oben und unten jew.6). Dies bereitet aber keine Probleme.
  7. Die Rasse "Altdeutsche Möpse" gibt es nicht. Möpse werden seit vielen Jahrhunderten mit kurzen runden Köpfen gezüchtet. Dennoch sind Möpse langlebig, gebären meist ohne Probleme und sprühen vor Vitalität. Möpse mit langen Nasen sind oft nicht reinrassig ! Bewusste Kreuzungen mit dem Verkaufsslogan "gesünder durch längere Nase" tragen nichts zur Rasseverbesserung oder Erhaltung bei. Im Gegenteil, oft bewirken Einkreuzungen Veränderungen im Gaumenraum und an den Atmungsorganen, so dass der Hund gerade durch die anatomischen Veränderungen Probleme bekommt. Züchten bedeutet mehr, als nur zu Verkaufszwecken zu vermehren. Ein seriöser Züchter wird stets versuchen, die typischten und gesündesten Tiere einzusetzen. Eine vernünftige Zuchttauglichkeitsprüfung und die Vergleichbarkeit auf internationalen Ausstellungen sind eine Grundlage dafür, dass die Zucht in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Schönmalerei den Besitzern der Hunde zuliebe in Bezug auf die Qualität des Hundes als Zuchttier dienen niemandem, ausser dem Verein, der dann die Stammbäume ausfertigt und die Ausstellungsgebühren kassiert. Eine objektive Einschätzung wäre der Rasse zuliebe oft angebrachter. Für den Laien klingt manches anfänglich glaubhaft, erst später durchschaut so mancher die eigentlichen Bestrebungen. Nur das Studium der Ahnentafeln, evtl. Gentests würden hier Aufschluss geben können über so manche "neue" Linie. Sollten Sie einen Hund mit langer Nase suchen, gibt es sicher eine passende Rasse, die schon gezüchtet wird, eine Neukreation einer bestehenden Rasse ist m.E. nicht erforderlich.Die Gesundheit eines Lebewesens auf Lebzeit wird Ihnen kein seriöser Züchter garantieren, denn Sie kaufen keine Sache. Seien Sie also skeptisch, wenn jemand behauptet, die gesündesten Hunde zu haben. Besuchen Sie mehrere internationale Ausstellungen.Knüpfen Sie Kontakte, fragen Sie vor Ort ! Oder wenden Sie sich an Zuchtverbände, die Ihnen Züchter empfehlen können, die sich den Zuchtrichtlinien eines anerkannten Vereines unterwerfen. Unter www.vdh.de finden Sie den Weg zu allen innerhalb der FCI anerkannten Rassen und Züchtern. Für die Kleinhunde, unter anderem auch die Möpse können Sie direkt unter www.kleinhunde.de nach Terminen, Adressen und Kontakten suchen.

- Diese Seite werden wir laufend ergänzen, wenn uns neue Erkenntnisse vorliegen-



Karin Biala -Gauss äussert sich im Forum des VK wie folgt zu den Langnasenmöpsen. Frau Biala – Gauss ist eine absolute Fachfrau. Sie führt das Zuchtbuchamt des VK und ist auch Richterin.

 

Zitat:

….."A propos, -und das ist jetzt nicht, weil ich Ihnen Angst machen oder die Freude nehmen will- die langnasigen Möpse scheinen mehr Atemprobleme zu haben wie die "normalen". Zumindest ist es sehr auffällig, dass ich beim ZBA regelmäßig Rückmeldungen wegen schnorchelnder Langnasenmöpse kriege. Es scheint sich das zu bestätigen, was eigentlich logisch ist: Der Mops wurde seit hunderten von Jahren mit den typischen Rassemerkmalen gezüchtet. Die Gegebenheiten im Nasen-und Rachenraum haben sich aufeinander eingespielt. Jede Manipulation an diesen Verhältnissen muss ein Ungleichgewicht der Verhältnisse bewirken. Und sind wir doch einmal ehrlich: Was hat die NasenLÄNGE mit der Atmung zu tun? Käme man auf die Idee zu behaupten, dass ein Araber leichter atmet wie ein Asiate, bloß, weil der äußere "Kolben" größer und breiter ist? Nein, aber bei Hunden soll das dann so sein??? "Atmung" spielt sich nicht im Gesicht ab (Ausnahme schlecht geöffnete Nasenlöcher, aber auch die stehen nicht im direkten Zusammenhang mit der Nasenlänge!). Es ist immer wieder erstaunlich, wie leicht da der Durchschnittsmensch durch geschickte Argumentation in seinem logischen Denkvermögen manipuliert werden kann…"

Zitat Ende